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		<title>Wechselrezepte — Digital Independence Day</title>
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		<description>An jedem ersten Sonntag im Monat veranstalten wir den Digital Independence Day. Wir holen uns unser freies digitales Leben zur&#252;ck und wechseln zu demokratiefreundlichen digitalen Alternativen.</description>
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			<title>Wechselrezepte — Digital Independence Day</title>
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				<title>Windows zu Linux Mint</title>
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				<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 13:54:20 +0100</pubDate>
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					<![CDATA[<figure><img src="https://di.day/media/pages/wechselrezepte/windows-zu-linux-mint/38f3d95705-1772030751/mint.jpg" alt="Windows zu Linux Mint"></figure><p>Windows sammelt fleißig Nutzendendaten: welche Apps wann genutzt werden, teilweise sogar Details aus Dokumenten. Ohne Windows-Konto lassen sie sich nicht nutzen – und wer einmal gefangen ist im Big-Tech-Öko-System, kommt schwer wieder heraus.
Dieses Rezept ist perfekt für alle, die Microsoft aus ihrer Küche verbannen wollen, aber noch die Sorge haben, dass Ihnen etwas fehlen könnte. Das Geheimnis: Wir bereiten das schicke Open-Source-System Linux so zu, dass Du es erst probieren kannst, bevor Du Windows ganz verbannst.
</p><h3>Zutaten</h3><ul><li><strong>1 USB-Stick</strong>: Mindestens 8 GB.
</li><li><strong>1 Portion Linux Mint</strong>: Wir empfehlen die Geschmacksrichtung „Cinnamon“ (Zimt), weil sie Windows-Nutzer*innen besonders vertraut vorkommt.
</li><li><strong>1 Etcher</strong>: Das Programm „BalenaEtcher“ (auch „Rufus“ funktioniert), um den Stick vorzubereiten („bootfähig zu machen“).
</li><li><strong>1 bestehendes Windows-System (10 oder 11) zur Vorbereitung der Zutaten</strong>: Oder Du nutzt erst einmal einen älteren PC, der sich über das neue Linux Mint freut, weil er laut Microsoft angeblich zu „schwach“ für Windows 11 ist.
</li><li><strong>Neugier statt Angst</strong>: Es kann nichts passieren, weil wir im Ausprobier-Modus arbeiten. Zu einem Backup Deiner Daten raten wir dennoch – kann nie schaden!
</li></ul><h3>Zubereitung</h3><ol><li><strong>Den USB-Stick vorbereiten</strong><br>Statt Linux gleich fest zu installieren, erstellen wir ein „Live-System“ zum Ausprobieren. Das ist wie eine Kostprobe im Supermarkt: Du siehst und nutzt alles, aber an Deinem Computer wird nichts dauerhaft verändert.

Lade Linux Mint von der offiziellen Seite – ein sogenanntes „ISO“-Bild.
Stick „flashen“ mit „Rufus“ oder „BalenaEtcher“. Dazu startest Du eines der beiden Programme, wählst das heruntergeladene ISO-Bild und drückst auf „Start“. Das Programm kopiert dann die heruntergeladene ISO-Bild einfach auf den USB-Stick wie auf eine normale Festplatte. Du könntest sogar mehrere Linux-Varianten gleichzeitig auf den Stick legen und nacheinander „verkosten“.

</li><li><strong>Den „Vorkoster-Modus“ starten</strong><br>Jetzt kommt der Moment der Wahrheit, vielleicht etwas komplizierter, aber ganz ohne Risiko:

Du sagst Deinem Computer, dass er vom Stick starten („booten“) soll (und nicht von der Festplatte): Starte deinen Rechner neu und wähle den USB-Stick als Startmedium. Dafür musst Du ins BIOS, das Basismenü Deiner Hardware (meist, indem Du die F12-, F11- oder Entf-Taste beim Hochfahren drückst, auch mehrfach). Wähle hier im „Boot-Menu“ den USB-Stick aus oder schiebe ihn an erste Position (eine ausführliche Anleitung findest Du auch in diesem Blog).
Das Live-System genießen: Linux Mint startet nun komplett vom USB-Stick. Deine Windows-Daten bleiben unangetastet auf der Festplatte, während Du Linux Mint ausprobieren kannst.
Der Hardware-Check: Prüfe, ob WLAN, Ton und Bluetooth direkt funktionieren. Da Linux heute die meisten Treiber direkt mitbringt, klappt das meistens sofort.

</li><li><strong>In der neuen Küche umschauen</strong><br>Nutze die Zeit im „Live-Modus“ für ein „Probe-Kochen“:

Menuführung: Klicke unten links auf das Startmenü (mit dem LM-Symbol für „Linux Mint“): Es fühlt sich fast an wie bei Windows, nur ohne Datenpreisgabe und anderer nervige Microsoft-Spezialitäten.
Software-Regal: Öffne die „Anwendungsverwaltung“. Hier findest du alle Programme von LibreOffice über Firefox bis hin zu „Steam“ (für Gaming) – übersichtlich wie in einem App-Store.

</li><li><strong>Abschmecken (Wann wird es ernst?)</strong><br>Dann kannst Dich für den kompletten Abschied von Windows oder MacOS entscheiden, wenn Du Dich im Live-System absolut sicher fühlst und alles getestet hast.

Das Backup ist nun Pflichtzutat: Bevor du die „echte“ Installation startest, sichere deine Daten auf einer externen Festplatte.
Die Installation: Klicke auf dem Desktop im Live-System (vom USB-Stick) auf das Icon „Linux Mint installieren“. Der Assistent führt dich durch die Schritte – fortan startet Dein Rechner immer mit Linux Mint!

</li></ol><h3>Nachtisch</h3><ul><li><strong>Risikofrei testen</strong>: Durch den USB-Stick-Fokus kannst du Linux für einige Tage oder Wochen testen, ohne gleich Windows zu löschen.
</li><li><strong>Digital souverän</strong>: Du entscheidest, welche Daten geteilt werden. Keine nervigen Pop-ups für Werbetracking oder Kontenzwänge.
</li><li><strong>Nachhaltigkeit</strong>: Linux Mint läuft oft auch auf Hardware, die für Windows 11 vermeintlich „zu alt“ ist, und rettet so deinen treuen Laptop oder Desktop vor der Elektroschrott-Presse.
</li></ul><h3>Topping</h3><p>Für Vorsichtige: Du kannst Linux Mint auch erst im Browser testen. Oder Dir ein Gerät kaufen, auf dem Linux schon vorinstalliert ist: eine gute Händler-Übersicht.
Für Mutige: Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Linux-Varianaten – beispielsweise speziell für Gaming oder andere Zwecke. Beim Distro-Chooser kannst Du herausfinden, welche besonders gut zu Dir passt.
Für alle: Hol dir ein paar Freunde zur „Linux-Verkostung“ an den Küchentisch – und wenn du beim Nachwürzen Hilfe brauchst: Komm einfach zu einem der Linuxwechsel‑Treffem unter termine.di.day mit sehr freundlichen „Küchenhelfern“.
Für Apple-Nutzende: Bei macOS-Geräten kann der Umstieg einfach sein, es kann – abhängig vom Gerät – aber auch etwas komplizierter werden. Die Einzelheiten sparen wir uns für ein weiteres Rezept auf.
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				<title>Big-Tech-Karten zu Open Street Map</title>
				<link>https://di.day/de/wechselrezepte/maps</link>
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				<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 10:35:00 +0100</pubDate>
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					<![CDATA[<figure><img src="https://di.day/media/pages/wechselrezepte/maps/54e306eda9-1772030751/map.jpg" alt="Big-Tech-Karten zu Open Street Map"></figure><p>Wer Google oder Apple Maps nutzt, zahlt mit seinen Standortdaten. OpenStreetMap (OSM) hingegen ist das „Wikipedia der Karten“: gemeinschaftlich gepflegt, transparent und datenschutzfreundlich. Dieses Rezept zeigt dir, wie du den Umstieg ohne Orientierungsverlust schaffst, wenn Du Dich für das Kartenwikipedia entscheiden willst.
</p><h3>Zutaten</h3><ul><li><strong>1 Smartphone</strong>: Android oder iOS.
</li><li><strong>1 OSM-App Deiner Wahl</strong>: für Einsteiger zum Beispiel Organic Maps, CoMaps (schnell, übersichtlich, komplett offline) – für Profis OsmAnd (extrem funktionsreich, viele Ebenen).
</li><li><strong>Deine Google-Kontodaten</strong>: falls Du gespeicherte Orte exportieren möchtest. Bei Apple ist der Export leider mühsamer.
</li></ul><h3>Zubereitung</h3><ol><li><strong>Die richtige App wählen</strong><br>Apple / Google Maps sind All-in-One-Lösungen. In der OSM-Welt wählst Du die App, die zu Deinem Stil passt. Lade Dir  CoMaps oder  Organic Maps herunter, wenn Du einfach nur stressfrei von A nach B kommen willst, oder OsmAnd, wenn Du auch Wanderwege und kleinste Details suchst.
</li><li><strong>Gebe Kartenmaterial zum Rezept (offline first!)</strong><br>Im Gegensatz zu Google Maps basieren OSM-Apps darauf, dass Du Kartenmaterial vorab herunterlädst. Öffne die App und lade zum Beispiel Dein Bundesland oder Deine Region herunter. Vorteil: Du navigierst ab jetzt ohne Datenverbrauch und auch im Funkloch absolut flüssig.
</li><li><strong>Umzug Deiner Lieblingsorte (optional)</strong><br>Hast Du viele Sterne bei Google Maps? Apple erlaubt nach unseren Recherchen leider nur, Lesezeichen für Lesezeichen einzeln in die neue App zu kopieren. Bei Android geht das auch „am Stück“:

Gehe am PC auf Google Takeout.
Wähle nur „Maps (Deine Orte)“ aus und erstelle den Export.
Du erhältst eine Dabei mit der Endung .json oder .kml.
Diese Datei kannst du dir selbst per E-Mail schicken und in Organic Maps oder OsmAnd als Lesezeichen“ oder „Track“ importieren.

</li><li><strong>Die Standard-App ersetzen</strong><br>Lösche Google oder Apple Maps nicht sofort, aber verbanne die App vom Startbildschirm. Platziere deine neue OSM-App genau dort, wo vorher das Google-Icon war. Deine Gewohnheiten werden Dich in den ersten Tagen automatisch dorthin führen.
</li></ol><h3>Nachtisch</h3><ul><li><strong>Genieße das neue Gefühl…</strong>: …nicht mehr bei jedem Schritt getrackt zu werden. Du wirst merken: Die Karten sind oft viel detaillierter, wenn es um Fußwege, Hausnummern oder kleine POIs (Points of Interest) geht. (Dieses Rezept hat DI.DAY-Fan Olaf Zelesnik für uns geschrieben.)
</li><li><strong>Weniger empfehlenswert…</strong>: …sind aus unserer Sicht andere alternative Angebote: Hinter der niederländischen Firma HereWeGo (ursprünglich Nokia Maps) steht ein Konsortium aus Audi, BMW und Mercedes Benz. Sie nutzt eigenes Kartenmaterial, überträgt Nutzendendaten aber u. a. an Facebook & Google. Standort- und Verkehrsdaten werden anonym erfasst. Waze (aus dem Google-Konzern) und MapsMe emfehlen wir ebenso nicht, weil Nutzende getrackt werden. Auch die Outdoor-App Komoot nimmt Kontakt zu Google, Facebook und anderen Servern auf und überträgt Daten.
</li></ul><h3>Topping</h3><p>Das kleine Berliner Angebot lokjo konzentriert sich auf OSM-Basis auf lokale Händler und Unternehmen – nach eigenen Angaben ohne Cookies und Tracking.
Wenn dir auffällt, dass ein neuer Bäcker in deiner Straße fehlt, kannst du ihn bei OpenStreetMap selbst eintragen. So wirst du vom Konsumenten zum Mitgestalter der Weltkarte. Richtig Spaß macht das auf Android-Geräten mit der App Street Complete, in der Du in Deiner Umgebung mit Karteninfos helfen und Abzeichen verdienen kannst (für die Ehre!).
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			</item>
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				<title>Microsoft zu Libre Office &#38; Co.</title>
				<link>https://di.day/de/wechselrezepte/office</link>
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				<pubDate>Wed, 28 Jan 2026 16:17:00 +0100</pubDate>
									<category>Office</category>
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					<![CDATA[<figure><img src="https://di.day/media/pages/wechselrezepte/office/c0052bbcd7-1772030750/office.jpg" alt="Microsoft zu Libre Office &#38; Co."></figure><p>Wir kochen endlich unsere eigene Suppe, auch, wenn es um Textverarbeitung, Tabellen oder Präsentationen geht: Denn bei Microsoft sind wir in einem geschlossenen System gefangen, das oft nur mit Abonnement und Cloudzwang (Datenabfluss- und Missbrauchsgefahr!) zugänglich ist.
Wenn Du Deine Texte künftig ohne Cloud und Preisgabe persönlicher Daten schreiben möchtest, kannst Du zu freien Office-Paketen wechseln:
</p><h3>Zutaten</h3><ul><li><strong>1 Prise Vertrauen in Open Source</strong>: für Transparenz und Kontrolle über die eigenen Inhalte.
</li><li><strong>Nach Geschmack</strong>: Deine Dokumente im neuen (.odt) oder alten Microsoft-Format (.docx, .xlsx oder .pptx, siehe unten).
</li></ul><h3>Zubereitung</h3><ol><li><strong>Die passende Basis wählen</strong><br>Entscheide Dich für eine der folgenden Alternativen:

LibreOffice: Die erste Wahl für Unabhängigkeit! Das Programm wird von der Open Source-Community gepflegt, ist uneingeschränkt kostenlos und läuft auf Windows, macOS und Linux.
Collabora Online & Collabora Office: Wenn Du Teamarbeit im Browser brauchst. Es nutzt den Kern von LibreOffice und kann auf eigenen Servern (z. B. mit Nextcloud) betrieben werden. Die gleiche Software kann auch auf dem Desktop und mobil genutzt werden.
SoftMaker Office: Die professionelle Lösung aus Deutschland (Nürnberg). Es bietet eine hervorragende Microsoft-artige Oberfläche und hohen Datenschutz – gegen geringe monatliche Bezahlung per Abo.
Keine Empfehlung geben wir derzeit für OnlyOffice – ein Paket aus quelloffenen Programmen, das sich stark am Stil von Microsoft orientiert und in vielen Nextcloud-Installationen integriert ist: Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine gelten Sanktionen gegen das mit Russland verbundene Unternehmen (Hintergründe u. a. bei der TU Berlin).

</li><li><strong>Anrichten & Umgewöhnen</strong><br>
Installation: Lade Dein Paket von der Herstellerseite herunter und installiere es auf Deinem Rechner.
Dateien öffnen: Die Alternativen können Microsoft-Formate lesen und schreiben (siehe unten).

</li><li><strong>Abschmecken</strong><br>
Umgewöhnung: Plane etwas Zeit ein, weil sich Details und Arbeitsabläufe von Word oder Excel unterscheiden können.
Teamarbeit: Willst Du Dokumente gleichzeitig mit anderen bearbeiten, brauchst Du eine Browser-Lösung wie Collabora. Denn lokal installierte Programme unterstützen diese Collaboration meist nicht.

</li></ol><h3>Nachtisch</h3><ul><li><strong>Plattformunabhängig</strong>: Ein offener Standard, der auf Windows, macOS und Linux gleichermaßen funktioniert.
</li><li><strong>Unabhängig</strong>: Im Gegensatz zu Microsoft-Formaten wird ODF nicht von einem Konzern, sondern von einer großen Gemeinschaft gepflegt. Das verspricht langfristig Lesbarkeit und Transparenz.
</li><li><strong>Verbreiteter Standard</strong>: Programme wie LibreOffice nutzen ODF als Standardformat. Auch SoftMaker Office und FreeOffice können Dokumente in diesem Format verarbeiten und speichern.
</li><li><strong>Zukunftssicher</strong>: Da der Code offen ist, bist Du nicht darauf angewiesen, dass eine bestimmte Firma in zehn Jahren noch existiert, um Deine alten Briefe oder Tabellen zu öffnen.
</li></ul><h3>Topping</h3><p>Während die vorgestellten Alternativen wie LibreOffice, SoftMaker oder OnlyOffice heute eine sehr hohe Kompatibilität zu Microsoft-Formaten (.docx, .xlsx, .pptx) aufweisen, ist das Speichern im OpenDocument-Format (.odt für Texte) der sicherste Weg, um „Format-Chaos“ dauerhaft zu vermeiden!
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			</item>
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				<title>PayPal zu Wero</title>
				<link>https://di.day/de/wechselrezepte/wero</link>
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				<pubDate>Wed, 28 Jan 2026 09:02:55 +0100</pubDate>
									<category>Online bezahlen</category>
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					<![CDATA[<figure><img src="https://di.day/media/pages/wechselrezepte/wero/4bbd2a67a6-1772030750/wero2.jpg" alt="PayPal zu Wero"></figure><p>Wir rollen unser Sushi selbst – und bezahlen es auch selbst! Dieses Rezept zeigt Dir, wie Du Dich von US-Zahlungsriesen löst, die Deine Daten verkaufen und von Händlern hohe Gebühren verlangen. Damit hängen Handel und Zahlungsverkehr in Europa heute auch von US-Sanktionen oder Firmenentscheidungen aus Kalifornien ab.
Wenn Du auf ein sicheres, faires und rein europäisches System umsteigen möchtest, kannst Du dieses Rezept kochen - auch, wenn Wero heute noch die nötige Verbreitung fehlt. Aber nach und nach kommen neue Händler hinzu.
</p><h3>Zutaten</h3><ul><li><strong>1 bestehendes Girokonto:</strong>: Bei einer teilnehmenden Bank (derzeit Sparkasse, Volksbank, Postbank, GLS, ING-Diba. Weitere Banken folgen – welche, siehst Du hier).
</li><li><strong>1 kräftige Prise Kostenvorteil</strong>: Wero ist für Händler deutlich günstiger als PayPal, was langfristig faire Preise unterstützt.
</li></ul><h3>Zubereitung</h3><ol><li><strong>Den "Carrier" aktivieren (Vorbereitung)</strong><br>Im Gegensatz zu PayPal musst Du für Wero keine neue App eines Drittanbieters herunterladen und dort Deine Daten hinterlegen. Wero ist direkt in die App Deiner vertrauten Bank integriert (wenn Deine Bank Wero anbietet).

Öffne Deine Banking-App.
Suche nach „Wero“ (oft im Bereich „Senden & Empfangen“ oder „Mobiles Bezahlen“).
Aktiviere den Dienst mit wenigen Klicks. Fertig!

</li><li><strong>Geld senden in Echtzeit (Anrichten)</strong><br>Wero nutzt SEPA Instant Credit Transfer. Das bedeutet: Dein Geld ist in unter zehn Sekunden beim Empfänger – rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.

Du brauchst nur die Handynummer oder E-Mail-Adresse des Empfängers.
Das Geld fließt direkt von Konto zu Konto, ohne dass es auf einem Zwischenkonto, und schon gar nicht bei einem US-Konzern, „geparkt“ wird.

</li><li><strong>Online-Shopping & Handel (Abschmecken)</strong><br>
Online: Achte beim Check-out auf das Wero-Logo. Händler wie eventim sind bereits dabei. Lidl, Decathlon, Rossmann oder Otto sollen folgen. Ähnlich wie bei Kreditkarten oder PayPal kann Wero dann beim Shopping im Internet zum Bezahlen verwendet werden.
Stationär: Ab diesem Jahr wirst Du mit Wero auch direkt an immer mehr Ladenkassen bezahlen können.
Grenzenlos: Wero ist paneuropäisch. Durch die Integration von Systemen aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden entsteht ein echtes Netzwerk für ganz Europa.

</li><li><strong>Und wenn Wero nicht akzeptiert wird?</strong><br>Auch die Bezahlung per Bankeinzug (SEPA-Lastschrift) oder per Rechnung und anschließender Überweisung sind konzernfrei. Beim Zahlungsanbieter Klarna sieht die Verbraucherzentrale Vor- und Nachteile.
</li></ol><h3>Topping</h3><p>Guten Appetit! Der Zahlungsverkehr mit Wero ist DSGVO-konform, sicher und stärkt die europäische Wirtschaft. Also: Schau jetzt in Deine Banking-App und aktiviere Wero. Sende Deine nächste kleine Zahlung (z. B. für den gemeinsamen Kaffee) nicht per PayPal, sondern direkt via Wero!
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			</item>
					<item>
				<title>Chrome zu Firefox</title>
				<link>https://di.day/de/wechselrezepte/firefox</link>
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				<pubDate>Wed, 17 Dec 2025 13:16:50 +0100</pubDate>
									<category>Browser</category>
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					<![CDATA[<figure><img src="https://di.day/media/pages/wechselrezepte/firefox/80cb7200be-1772030749/soup.jpg" alt="Chrome zu Firefox"></figure><p>Die Internet-Browser Google Chrome, Microsoft Edge und Safari (Apple) dominieren das Internet. Sie basieren fast alle auf der gleichen Technik (Chromium) - Google beherrscht damit die Standards im Web. Firefox ist eine der letzten großen, unabhängigen Bastionen (Open Source, angeboten von der Non-Profit-Organisation Mozilla Foundation), die sich für ein offenes Web einsetzt. Wenn Du zu Firefox wechseln möchtest, kannst Du loslegen:
</p><h3>Zutaten</h3><ul><li><strong>Ein Computer oder Smartphone</strong>: </li><li><strong>Der Download-Link</strong>: mozilla.org/firefox
</li></ul><h3>Zubereitung</h3><ol><li><strong>Lade Firefox herunter und starte die Installation</strong><br></li><li><strong>Der wichtigste Schritt (Import)</strong><br>Beim ersten Start (oder später unter „Einstellungen“ → „Importieren und Sichern“) fragt Dich Firefox, ob Du Daten aus einem anderen Browser übernehmen willst. Wähle „Chrome“ oder „Edge“.
</li><li><strong>Setze Häkchen bei Lesezeichen, Passwörter und Verlauf</strong><br></li><li><strong>Klicke auf „Importieren“</strong><br>Zack – alles ist da, wo es hingehört, nur in einem sicheren Zuhause.
</li><li><strong>Lege Firefox als „Standardbrowser“ fest</strong><br>(Systemeinstellungen)
</li></ol><h3>Nachtisch</h3><ul><li><strong>Werbeblocker</strong>: Installiere den uBlock Origin Werbeblocker als Add-on in Firefox. Chrome plant, solche effektiven Blocker technisch einzuschränken – Firefox garantiert Dir weiterhin volle Kontrolle über Werbung.
</li><li><strong>Alternativen</strong>: Infos über weitere Browser-Alternativen wie den Brave- oder Tor-Browser findest Du beispielsweise in diesem Blog. Autor Mike Kuketz sieht übrigens auch den Vivaldi-Browser eher kritisch.
</li></ul><h3>Topping</h3><p>Firefox verhindert standardmäßig „Fingerprinting“ (das Identifizieren deines Geräts durch Dritte). Mit der Nutzung von Firefox sorgst du dafür, dass das Internet nicht komplett in Googles Hand fällt. Du nutzt bereits Firefox? Sehr gut. Aber Mozilla integriert zunehmend Marketing-Features und Telemetrie. Für echte Unabhängigkeit kannst du zu LibreWolf wechseln, dem Firefox, der nicht nach Hause telefoniert. Und wer technisch tiefer einsteigen will, besorgt sich den Ungoogled Chromium-Browsermit dem Quellcode von Chrome, aber chirurgisch bereinigt von allen Google-Diensten, Trackern und „Phone-Home“-Funktionen. Wer noch tiefer einsteigen will, findet hier detaillierte Browser-Bewertungen.
Wichtig: Verwende nach Möglichkeit keinen der neuen KI-Browser, weil sie beim Datenschutz versagen! Browser, die KI „tief integriert“ haben (sei es Comet, Arc mit „Arc Max“ oder Edge mit Copilot), basieren auf einem Deal: Komfort gegen Daten.
Das Problem: Damit die KI deine Webseite zusammenfassen oder Fragen dazu beantworten kann, muss der Inhalt der Webseite (und dein Kontext) an die Server des KI-Anbieters (OpenAI, Anthropic, Microsoft) gesendet werden.
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			</item>
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				<title>Gmail zu unabh&#228;ngiger E-Mail</title>
				<link>https://di.day/de/wechselrezepte/posteo-mailbox-org</link>
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				<pubDate>Wed, 17 Dec 2025 12:09:00 +0100</pubDate>
									<category>E-Mail</category>
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					<![CDATA[<figure><img src="https://di.day/media/pages/wechselrezepte/posteo-mailbox-org/8cae912570-1772030749/bread.jpg" alt="Gmail zu unabh&#228;ngiger E-Mail"></figure><p>Kostenlos? Nur scheinbar: Für die Nutzung von Googles Gmail zahlst Du mit Deinen Daten. Denn Deine E-Mail-Adresse ist ein Teil Deiner digitalen Identität. Andere Anbieter bewahren dagegen die Entscheidungsfreiheit ihrer Nutzenden: Sie kosten einen kleinen monatlichen Beitrag (ca. 1 bis 3 Euro), sind aber werbefrei, sicher verschlüsselt und arbeiten unter strengem EU-Datenschutzrecht. Du bist dort Kunde und nicht das Produkt. Wenn Du Dich für sie entscheiden willst, kannst Du loslegen:
</p><h3>Zutaten</h3><ul><li><strong>Ein Euro pro Monat</strong>: </li><li><strong>Ein Account</strong>: Zum Beispiel bei Posteo.de (grün, sicher, anonym), Mailbox.org (sichere E-Mail aus Deutschland), Proton.me (aus der Schweiz, starke Verschlüsselung) oder Tuta (konsequent verschlüsselt, aus Hannover). Eine Liste mit weiteren vertrauenswürdigen Anbieter findest Du in diesem Blog (Mike Kuketz) oder bei Digitalcourage.
</li></ul><h3>Zubereitung</h3><ol><li><strong>Erstelle ein Konto beim neuen Anbieter</strong><br></li><li><strong>Der Umzugsservice</strong><br>Fast alle guten Anbieter bieten einen „Umzugsservice“ an. Du gibst Deine Gmail-Daten ein, und der neue Anbieter zieht alle alten E-Mails und Ordner automatisch rüber.
</li><li><strong>Addressbuch</strong><br>Exportiere Deine Kontakte bei Google (google.com/contacts) als „vCard“ oder „CSV“. Importiere diese Datei im Webmail-Bereich Deines neuen Anbieters.
</li><li><strong>Automatische Antwort</strong><br>Richte eine automatische Antwort bei Gmail ein: „Ich ziehe um! Bitte schreibt mir ab sofort an [Neue Adresse]“.
</li></ol><h3>Topping</h3><p>Posteo.de und Mailbox.org nutzen 100% Ökostrom und setzen sich politisch für Datenschutz ein. Proton.me bietet eine kostenlose Basis-Version, falls das Budget knapp ist.
</p>]]>
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			</item>
					<item>
				<title>Amazon zum Buchladen</title>
				<link>https://di.day/de/wechselrezepte/buchladen</link>
				<guid isPermaLink="true">https://di.day/de/wechselrezepte/buchladen</guid>
				<pubDate>Wed, 17 Dec 2025 09:13:15 +0100</pubDate>
									<category>Buchhandel</category>
								<description>
					<![CDATA[<figure><img src="https://di.day/media/pages/wechselrezepte/buchladen/dafb8985d1-1772030747/book.jpg" alt="Amazon zum Buchladen"></figure><p>Amazon zerstört den lokalen Handel und nutzt seine Marktmacht oft gegen Verlage und Mitarbeiter*innen. Dabei können lokale Buchhändler*innen fast jedes Buch bis zum nächsten Tag besorgen – also oft schneller als der „Prime“-Versand! Und Lesungen gibt es eh nur im Laden an der Ecke. Wenn Du also Deine Bücher künftig dort kaufen möchtest - los geht's:
</p><h3>Zutaten</h3><ul><li><strong>Der Titel eines Buches</strong>: </li><li><strong>Eine Buchhandlung oder Online-Plattform</strong>: Deine Buchhandlung kennst Du, oder? Wenn nicht: Bei der Suche hilft eine Plattform wie Buchkatalog.de oder geniallokal.de. Beide zeigen aber nur einen Ausschnitt der unabhängigen Buchläden in Deutschland. Große deutsche Buch-Versandhändler bieten auch guten Service - die zwei größten sind Thalia und Hugendubel.
</li></ul><h3>Zubereitung</h3><ol><li><strong>Suche starten</strong><br>Gehe auf Buchkatalog.de oder genialokal.de. Auch der Grosshändler Libri bietet eine Suche nach Deiner Lieblingsbuchhandlung.
</li><li><strong>Gib dein Buch und deine Postleitzahl ein</strong><br></li><li><strong>Vorrat checken</strong><br>Die Seiten zeigen dir, welche Buchhandlung in deiner Nähe das Buch vorrätig hat oder es bis morgen bestellen kann.
</li><li><strong>Bestelle es dort online („Click & Collect“ oder „Abholen“)</strong><br>oder lass es dir von der Buchhandlung zuschicken (viele liefern portofrei!).
</li><li><strong>Oder ganz revolutionär…</strong><br>Geh einfach hin! Die Beratung eines echten Menschen ist durch keinen Algorithmus zu ersetzen!
</li></ol><h3>Topping</h3><p>Du stärkst deine lokale Wirtschaft und zahlst Steuern in deiner Gemeinde, statt Jeff Bezos‘ nächste Weltraumreise zu finanzieren. Deutsche Bücher haben in Deutschland eine Preisbindung – bei Amazon ist das Buch deswegen keinen Cent billiger als im Laden!
</p>]]>
				</description>
			</item>
					<item>
				<title>Google zu anderen Suchmaschinen</title>
				<link>https://di.day/de/wechselrezepte/google-zu-ecosia</link>
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				<pubDate>Wed, 10 Dec 2025 09:13:55 +0100</pubDate>
									<category>Suchmaschinen</category>
								<description>
					<![CDATA[<figure><img src="https://di.day/media/pages/wechselrezepte/google-zu-ecosia/6595121d61-1772030747/bowl.jpg" alt="Google zu anderen Suchmaschinen"></figure><p>Die Google-Suche liefert Ergebnisse, die nicht auf Dich zugeschnitten sind - sondern auf die Bedürfnisse von Googles Werbekunden. Dafür speichert Google, was Du wann suchst, was Du anklickst. Wenn Du Dich davon befreien willst, kannst Du Suchmaschinen wählen, die Dich und Deine Privatsphäre achten (oder sogar Bäume pflanzen). Sie haben Vor- und Nachteile, arbeiten aus unserer Sicht aber in jedem Fall gemeinwohlorienterter als die Marktbeherrscher.
Suchmaschinen-Vielfalt ist übrigens eine Voraussetzung für eine pluralistische Demokratie: Nur, wenn wir sie stärken, können sie auch eine eigene Infrastruktur aufbauen.
</p><h3>Zutaten</h3><ul><li><strong>Dein Browser (egal ob am Handy oder PC)</strong>: </li><li><strong>Die Entscheidung für eine Alternative</strong>: zum Beispiel:

Ecosia.org: Europäische Suchmaschine, nutzt Ergebnisse von Google, Microsoft Bing und European Search Perspective (ESP, europäischer Suchindex zusammen mit Qwant). 100 Prozent der Gewinn gehen nach eigenen Angaben in den Umweltschutz, vor allem Baumpflanzprojekte. Kritisch sehen einige die hinzuklickbare, energieintensive KI-Suche.
Qwant, französische Suchmaschine mit Bing- und ESP-Ergebnissen, hat zusammen mit Ecosia einen französischen Suchindex erstellt. Qwant sagt von sich selbst, Datenschutz sei wichtig, und Nutzende würden nicht getrackt.
Startpage.com/de: Liefert dir Google-Ergebnisse, aber anonymisiert. Google erfährt also nicht, wer gesucht hat.
MetaGer.de: Eine deutsche Meta-Suchmaschine (Verein SUMA-EV), die Ergebnisse verschiedener Maschinen bündelt, mittlerweile aber kostenpflichtig ist. Datenschutz „Made in Germany“ und gemeinnützig
DuckDuckGo.com: Der Klassiker aus den USA. Vor allem Bing-Ergebnisse, der Anteil eigener Crawler wird nicht angegeben, Fokus auf Privatsphäre der Nutzenden. Kritisch sehen einige die hinzuklickbare, energieintensive KI-Suche.

</li></ul><h3>Zubereitung</h3><ol><li><strong>Öffne die Einstellungen deines Browsers</strong><br></li><li><strong>Suche den Menüpunkt „Suchmaschine“</strong><br>(oft unter „Suche“ oder „Datenschutz“)
</li><li><strong>Wähle deine neue Standard-Suchmaschine aus der Liste aus</strong><br>(z.B. MetaGer, Ecosia, Qwant, Startpage oder DuckDuckGo)
</li><li><strong>Falls sie nicht gelistet ist</strong><br>Gehe auf die Webseite der Suchmaschine – oft fragt sie direkt: „Zu Chrome/Firefox hinzufügen?“. Klicke auf „Ja“.
</li></ol><h3>Topping</h3><p>Verwende nach Möglichkeit keinen der neuen KI-Browser, weil sie in puncto Datenschutz versagen. Mehr dazu im Rezept „Chrome zu Firefox“.
</p>]]>
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			</item>
					<item>
				<title>WhatsApp zu Signal</title>
				<link>https://di.day/de/wechselrezepte/whatsapp-zu-signal</link>
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				<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 11:43:00 +0100</pubDate>
									<category>Messenger</category>
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					<![CDATA[<figure><img src="https://di.day/media/pages/wechselrezepte/whatsapp-zu-signal/f68471c8e8-1772030746/cake.jpg" alt="WhatsApp zu Signal"></figure><p>Signal bietet alles, was du von WhatsApp kennst – nur ohne kommerzielle Interessen und mit mehr Respekt vor Dir und Deinen Daten.
Sehr viele Menschen nutzen heute schon Signal. Die App ist ohne Werbung und gibt deine Daten nicht weiter. Gleichzeitig ist sie Ende-zu-Ende-verschlüsselt und wird regelmäßig von unabhängigen Expert*innen geprüft. Wenn Du Dich für Signal entscheiden willst, kannst Du loslegen:
</p><h3>Zubereitung</h3><ol><li><strong>Registriere dich mit deiner Telefonnummer</strong><br>Nur zur Identifikation, sie ist für andere später nicht sichtbar.
</li><li><strong>Schau, wer von deinen Kontakten schon alles auf Signal ist</strong><br>Das geht am einfachsten, indem Signal Zugriff auf dein Telefonkontakte (Adressbuch) erhält. Signal zeigt dir dann automatisch mit einem kleinen Schloss-Symbol an, wer schon da ist.
</li><li><strong>Fertig, du bist jetzt auf Signal!</strong><br></li></ol><h3>Nachtisch</h3><ul><li><strong>Sehr einfach Freund*innen einladen auch zu Signal zu kommen</strong>: Signal bereitet dir eine entsprechende Nachricht vor, wenn du deine Kontakte importiert hast.
</li><li><strong>Deine Gruppen zu Signal bringen</strong>: Erstelle in Signal eine neue Gruppe mit den Kontakten, aktiviere dort den „Gruppenlink“ und teile ihn in der alten WhatsApp-Gruppe – so können Mitglieder einfach beitreten.
</li><li><strong>„Verschwindenden Nachrichten“ für sensible Chats aktivieren</strong>: Sie löschen sich automatisch nach einem einstellbaren Zeitraum (5 Sekunden bis 4 Wochen). Das kann jederzeit pro Chat oder insgesamt angepasst werden.
</li><li><strong>WhatsApp löschen, wenn du bereit dazu bist</strong>: Zuerst das Konto deaktivieren oder ganz löschen, dann die App vom Gerät deinstallieren. Dadurch wird sichergestellt, dass dein Konto endgültig von den WhatsApp-Servern entfernt wird und keine Daten mehr synchronisiert werden.
</li></ul><h3>Topping</h3><p>Alternativen zu Signal gibt es natürlich auch, falls Dich das interessiert: Threema oder Element (Nachrichten im Matrix-System). Die Initiative Freie Messenger und andere empfehlen Messenger auf Basis des XMPP-Standards (und echte Connaisseure können sowohl Matrix als auch XMPP-Server selbst hosten).
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				<title>X zu Mastodon</title>
				<link>https://di.day/de/wechselrezepte/mastodon</link>
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				<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 09:16:45 +0100</pubDate>
									<category>Microblogging</category>
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					<![CDATA[<figure><img src="https://di.day/media/pages/wechselrezepte/mastodon/d34957f41b-1772030745/cookies.jpg" alt="X zu Mastodon"></figure><p>Elon Musk hat X (ehemals Twitter) zu einer Plattform umgebaut, auf der (rechtsextreme) Hassrede und Desinformation Vorfahrt haben. Mastodon ist so etwas wie das Gegenteil – und besser! Ein Verbund aus vielen kleinen Netzwerken („dezentral“), meist werbefrei und in der Hand der Nutzer*innen. Es gibt keinen Algorithmus, der Dich wütend machen will – Du siehst, was Deine Freunde posten, chronologisch und entspannt. Wenn Du zu Mastodon wechseln möchtest, kannst Du loslegen:
</p><h3>Zubereitung</h3><ol><li><strong>Serverwahl</strong><br>Gehe auf joinmastodon.org oder fedi.garden. Suche dir ein Zuhause aus, das gut zu dir passt. (Keine Entscheidung für immer – Du kannst den Server später auch wechseln, nimmst aber Deine Follower und die, denen Du folgst, mit!).
</li><li><strong>Konto erstellen</strong><br>Registriere dich auf deinem gewählten Server.
</li><li><strong>App laden</strong><br>Lade die offizielle Mastodon-App oder (noch besser für Profis) Apps wie „Tusky“ (Android) oder „Ivory“ (iOS) herunter. Phanpy.social funktioniert sogar im Web und bietet einen transparenten Algorithmus zum Aufholen, wenn Du Deine Timeline mal aus den Augen gelassen hast.
</li><li><strong>Freunde finden</strong><br>Deine Timeline ist erst einmal leer – aber keine Sorge! Folge Accounts, die Du interessant findest:
Tools wie der Fedifinder helfen dir, deine alten Twitter-Kontakte auf Mastodon wiederzufinden. Auch bei Fediverse.info findest Du spannende Accounts. Thematisch sortiert kannst Du auch gleich mehreren Accounts mit eine Klick folgen: Starter-Packs.
</li><li><strong>Vorstellung</strong><br>Schreibe deinen ersten Post (Toot) mit dem Hashtag #Neuhier und erzähle kurz, wer du bist. Die Community freut sich über Dich.
</li></ol><h3>Nachtisch</h3><ul><li><strong>Kochanleitungen für jede Lebenslage</strong>: gibt’s im Netz – beispielsweise bei Sascha Pallenberg, im Video bei Digitalcourage oder auch als kleines Büchlein.
</li><li><strong>X-Account stilllegen</strong>: Hinterlasse auf deinem alten X-Profil einen angepinnten Tweet mit deinem neuen Mastodon-Link. Lösche die X-App von deinem Handy, um dem Sucht-Algorithmus zu entkommen.
</li><li><strong>Keine Algorithmen</strong>: Genieße die Ruhe. Keine gesponserten Posts, keine Krypto-Werbung – eine chronologische Timeline.
</li></ul><h3>Topping</h3><p>Mastodon ist Teil des „Fediverse“. Das heißt, du kannst von hier aus auch Leuten folgen, die gar nicht auf Mastodon sind, sondern z.B. auf Pixelfed Fotos (ein wenig wie Instagram) oder auf Peertube Videos (ein wenig wie Youtube) posten. Du sprengst die Mauern der „Walled Gardens“! Elena Rossini erklärt in diesem Video, wie das Fediverse funktioniert.
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