Windows zu Linux Mint
Illustration von Florian Biege
Elon Musk hat X (ehemals Twitter) zu einer Plattform umgebaut, auf der (rechtsextreme) Hassrede und Desinformation Vorfahrt haben. Mastodon ist so etwas wie das Gegenteil – und besser! Ein Verbund aus vielen kleinen Netzwerken („dezentral“), meist werbefrei und in der Hand der Nutzer*innen. Es gibt keinen Algorithmus, der Dich wütend machen will – Du siehst, was Deine Freunde posten, chronologisch und entspannt. Wenn Du zu Mastodon wechseln möchtest, kannst Du loslegen:
Wir zeigen Dir in unseren Wechselrezepten einen einfachen Weg für den Abschied von Big Tech, aber es gibt auch andere. Um es Dir leicht zu machen, haben wir uns aber auf einen Weg, wenige Möglichkeiten konzentriert – ohne damit zu sagen, dass andere Möglichkeiten schlechter wären. Über die Kriterien für „gut“, „weniger gut“ und „schlecht“ lässt sich trefflich streiten: Uns geht es auf DI.DAY um einfache Wege für den Abschied von Big Tech (und nicht um Purismus oder reine Lehre). Bei unseren Entscheidungen berät uns unser Fachbeirat.
Auf folgender Seite findest Du eine Übersicht über die Alternativen:
Ein bisschen Verständnis: Mastodon ist keine einzelne Webseite, sondern ein Verbund aus vielen kleinen Netzwerken (Instanzen oder Servern). Es ist wie bei E-Mails: Egal ob du bei Posteo.de oder Mailbox.org bist, du kannst jedem schreiben und von jedem Nachrichten empfangen.
Gehe auf joinmastodon.org oder fedi.garden. Suche dir ein Zuhause aus, das gut zu dir passt. (Keine Entscheidung für immer – Du kannst den Server später auch wechseln, nimmst aber Deine Follower und die, denen Du folgst, mit!).
Registriere dich auf deinem gewählten Server.
Lade die offizielle Mastodon-App oder (noch besser für Profis) Apps wie „Tusky“ (Android) oder „Ivory“ (iOS) herunter. Phanpy.social funktioniert sogar im Web und bietet einen transparenten Algorithmus zum Aufholen, wenn Du Deine Timeline mal aus den Augen gelassen hast.
Deine Timeline ist erst einmal leer – aber keine Sorge! Folge Accounts, die Du interessant findest:
Tools wie der Fedifinder helfen dir, deine alten Twitter-Kontakte auf Mastodon wiederzufinden. Auch bei Fediverse.info findest Du spannende Accounts. Thematisch sortiert kannst Du auch gleich mehreren Accounts mit eine Klick folgen: Starter-Packs.
Schreibe deinen ersten Post (Toot) mit dem Hashtag #Neuhier und erzähle kurz, wer du bist. Die Community freut sich über Dich.
gibt’s im Netz – beispielsweise bei Sascha Pallenberg, im Video bei Digitalcourage oder auch als kleines Büchlein.
Hinterlasse auf deinem alten X-Profil einen angepinnten Tweet mit deinem neuen Mastodon-Link. Lösche die X-App von deinem Handy, um dem Sucht-Algorithmus zu entkommen.
Genieße die Ruhe. Keine gesponserten Posts, keine Krypto-Werbung – eine chronologische Timeline.
And once you #DIDit – teile unseren Wechselpost und inspiriere andere dazu, ihre digitale Privatsphäre selbst in die Hand zu nehmen!
Mastodon ist Teil des „Fediverse“. Das heißt, du kannst von hier aus auch Leuten folgen, die gar nicht auf Mastodon sind, sondern z.B. auf Pixelfed Fotos (ein wenig wie Instagram) oder auf Peertube Videos (ein wenig wie Youtube) posten. Du sprengst die Mauern der „Walled Gardens“! Elena Rossini erklärt in diesem Video, wie das Fediverse funktioniert.
Du kannst die Bilder als ZIP-Dateien herunterladen, um Deine Reise zu dokumentieren und zu teilen. Lade das Rezept herunter: