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Passwörter in Deiner Hand

30 min Mittel
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Illustration eines gedeckten Tisches mit drei hellen Kochtöpfen, die jeweils ein schlossförmiges Symbol auf der Vorderseite tragen. Die Töpfe sind mit einer goldgelben Suppe gefüllt, die leicht über den Rand quillt. Vor dem mittleren Topf liegen zwei Scheiben Brot auf einem Teller. Auf dem Tisch befinden sich außerdem Löffel und blaue Servietten mit einem Schlüsselmotiv. Warmes Licht fällt von links auf die Szene und erzeugt eine gemütliche, märchenhafte Atmosphäre.

Hier geht es um die geheimsten Zutaten vieler Gerichte: Deine Passwörter! Statt Deine sensibelsten digitalen Schlüssel den BigTech-Plattformen oder gar ungesicherten Ecken des World Wide Webs anzuvertrauen, holst Du Dir die volle Kontrolle zurück. Das bringt Dir echte digitale Souveränität, kompromisslosen Datenschutz und das großartige Gefühl, vollkommen unabhängig zu sein.

Alternative Zubereitungsarten

Wir zeigen Dir in unseren Wechselrezepten einen einfachen Weg für den Abschied von Big Tech, aber es gibt auch andere. Um es Dir leicht zu machen, haben wir uns aber auf einen Weg, wenige Möglichkeiten konzentriert – ohne damit zu sagen, dass andere Möglichkeiten schlechter wären. Über die Kriterien für „gut“, „weniger gut“ und „schlecht“ lässt sich trefflich streiten: Uns geht es auf DI.DAY um einfache Wege für den Abschied von Big Tech (und nicht um Purismus oder reine Lehre). Bei unseren Entscheidungen berät uns unser Fachbeirat.

Auf folgender Seite findest Du eine Übersicht über die Alternativen:

Zutaten

Deine Passwörter…

… wo auch immer sie derzeit gespeichert sind

Dein Handy,…

… Du kannst aber auch auf dem Desktop-Computer beginnen

Eine neue Heimat für Deine Passwörter…

… von unserer Liste unten

Zubereitung

1 Warum Du Passwörter besser nicht im Browser speicherst

Es ist so verlockend: Chrome, Safari, Firefox oder Edge bieten ständig an, Deine Passwörter mit einem Klick direkt im Internet-Browser zu sichern. Doch Vorsicht bei dieser schnellen Beilage! Erstens sperren Dich die Browser oft in ihr eigenes Ökosystem ein. Zweitens sind Passwörter oft deutlich leichter auszulesen als in einem spezialisierten Tresor, beispielsweise mit Schadsoftware oder bei einem unbefugtem Zugriff auf das Gerät. Und drittens: Die Browser-Hersteller müssen nicht wissen, bei welchen Diensten Du ein Konto hast. Ein eigenständiger Passwort-Manager ist sicherer, plattformunabhängig und respektiert Deine Privatsphäre.

2 Die App aktivieren

Schnapp Dir Dein Smartphone, lade die App Deiner Wahl aus dem Store (siehe unten) und öffne sie. (Auf dem Desktop-Computer, navigiere zur Website der Passwort-Manager.)

Die lokale Zutat - KeePassDX für Android und KeePassium für iOS – für den Desktop gibt es KeePassXC

Vorteil: 100 % Open Source, kostenlos und komplett befreit von jedem Cloud-Zwang. Deine Passwörter bleiben als verschlüsselte Datei allein in Deiner Hand auf Deinem Handy. Maximale Souveränität!

Nachteil: Liegt standardmäßig erst einmal nur auf Deinem Smartphone. Die automatische Synchronisation mit dem Computer erfordert etwas Eigeninitiative (wie das klappt, steht unten im Topping!).

Komfortable Cloud-Alternativen mit starkem (europäischen) Datenschutz:

Strenger Schweizer Datenschutz, komplett quelloffen (Open Source), moderne Apps für iOS und Android sowie Cloud-Synchronisation auch zum Desktop. Deine Daten liegen allerdings (wenn auch extrem sicher verschlüsselt) auf den Servern des Anbieters, nichtt bei Dir.

Europäischer Anbieter. Geniales Extra: Ermöglicht die Synchronisation zwischen Handy und PC rein über Dein lokales Heim-Wlan – ganz ohne Cloud! Die Software ist allerdings nicht quelloffen (proprietär).

Technisch ausgereift, gute mobile Apps und sinnvoll einzusetzen bei der Familienfreigabe. Allerdings: Cloud-Zwang, nicht Open Spurce und außerhalb der EU (Kanada) ansässig. 1Password erlaubt Nutzenden die Auswahl der Region, in der Daten gespeichert werden sollen (Europa, USA, Kanada).

Ursprünglich aus Frankreich, nun auch mit US-Sitz. Nach Unternehmensangaben werden EU-Daten nach EU-Recht auf EU-Servern belassen. Dashlane bietet komfortable mobile Bedienung. Allerdings: reines Cloud-Modell und ebenfalls keine Open Source – proprietärer Code.

Gut zu wissen: Bekannte Anbieter wie Bitwarden und Lastpass erwähnen wir hier nur am Rande, weil sie ihren Hauptsitz oder wesentliche Infrastruktur in den USA haben und damit beim Thema digitale Souveränität für uns zweite Wahl sind. Nordpass arbeitet nach unserem Wissen aus Litauen mit Sitz in Panama – für Nutzende zumindest keine besonders übersichtliche Unternehmensstruktur.

3 Der Schlüssel zum digitalen Leben

Vergib ein starkes, langes Master-Passwort (am besten eine „Passphrase“ aus mehreren Wörtern), das Du Dir gut merken kannst (und an einem sicheren Ort, nur für Dich zugänglich, auf Papier ablegst). Das ist ab jetzt der Hauptschlüssel zu Deinem digitalen Leben!

4 Den Umzug vorbereiten (Import)

Weil der Export aus alten Systemen am Computer oft flüssiger läuft: Exportiere Deine alten Passwörter einmalig aus Deinem Browser oder alten Manager als CSV-Datei. Meist findest Du die Menüpunkte unter „Konto“ oder „Einstellungen“, im Browser unter „Sicherheit“. Importiere diese Datei in Deinen neuen Passwort-Manager (entweder direkt am Desktop oder per Datei-Import am Handy). Lösche die CSV-Datei danach sofort und sicher, da sie Deine Passwörter im Klartext enthält!

Nachtisch

Aktiviere bei Deinen wichtigen Accounts (wie E-Mail oder Social Media) die Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA). Deine neue App kann diese zeitbasierten Einmal-Codes (TOTP) in der Regel direkt auf dem Smartphone erzeugen und beim Login per Autofill mitservieren. Das verdoppelt den Schutz im Handumdrehen!

Guten Appetit! Du hast einen riesigen Schritt zu mehr digitaler Unabhängigkeit gemacht.

And once you #DIDitteile unseren Wechselpost und inspiriere andere dazu, ihre digitale Privatsphäre selbst in die Hand zu nehmen!

Topping

Der Souveränitäts-Spezialtipp lautet: „KeePass selbst hosten!“ Wenn Du Dich für die lokale Freiheit von KeePassDX oder KeePassium entschieden hast, kannst Du Deine Passwörter ganz ohne fremde Cloud auf all Deinen Geräten synchron halten. Speichere Deine verschlüsselte Datenbankdatei (.kdbx) einfach in Deiner eigenen Nextcloud oder nutze das geniale Open-Source-Tool Syncthing. Syncthing spiegelt die Datei dezentral und vollkommen unabhängig direkt von Deinem Handy auf Deinen PC/Mac – verschlüsselt und ohne Zwischenstation.

DieNextcloud bietet mit dem Passwort-Manager ein eigenes Tool zur Verwaltung Deiner digitalen Schlüssel.

Die Notfall-Vorratskammer: Sichere Backups! Wer seine Daten selbst besitzt, sorgt auch selbst dafür. Speichere regelmäßig eine Sicherheitskopie Deiner Passwort-Datenbank oder Deiner Wiederherstellungsschlüssel auf einem externen USB-Stick oder einer externen Festplatte ab. So bist Du perfekt abgesichert, falls Dein Smartphone mal im Wasser landet.

Wechselrezept zum Teilen

Du kannst die Bilder als ZIP-Dateien herunterladen, um Deine Reise zu dokumentieren und zu teilen. Lade das Rezept herunter:

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