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Videokonferenzen gehören spätestens seit der Corona-Pandemie zum Menü des Arbeitsalltags. Vielleicht hast Du Dich an US-Anbieter wie Zoom, Teams, Google Meet, Webex und Co. gewöhnt. Aber manche versteckte Zutat wie der US-Cloud-Act (ein Gesetz, mit dem die US-Regierung unter bestimmten Bedingungen auf Daten zugreifen darf), Datenlecks oder die Abhängigkeit von Big-Tech-Monopolen könnte Dir sprichwörtlich im Halse steckenbleiben. Wenn Du Dich also für ein frisches, selbstbestimmtes Videocall-Gericht entscheiden möchtest, liefert Dir dieses Rezept Open-Source-Zutaten aus Europa, die DSGVO-konform und sicher sind.
Wir zeigen Dir in unseren Wechselrezepten einen einfachen Weg für den Abschied von Big Tech, aber es gibt auch andere. Um es Dir leicht zu machen, haben wir uns aber auf einen Weg, wenige Möglichkeiten konzentriert – ohne damit zu sagen, dass andere Möglichkeiten schlechter wären. Über die Kriterien für „gut“, „weniger gut“ und „schlecht“ lässt sich trefflich streiten: Uns geht es auf DI.DAY um einfache Wege für den Abschied von Big Tech (und nicht um Purismus oder reine Lehre). Bei unseren Entscheidungen berät uns unser Fachbeirat.
Auf folgender Seite findest Du eine Übersicht über die Alternativen:
… wenn auch die Smartphone-Nutzung oft weniger komfortabel ist als die Nutzung am Desktop-Computer
… je nach Deinen Wünschen und Bedürfnissen
… weil nicht alle Anbieter kostenlos sind
Auf dem Markt gibt es viele Stände: Probiere in Ruhe den einen oder anderen Videokonferenzanbieter aus. Wir empfehlen vor allem Open-Source-Angebote mit Dienstleistern aus Europa.
Für Privatnutzer:innen: Starte zum Beispiel mit Jitsi – kostenlos, ohne Registrierung, sofort einsatzbereit. Für Unternehmen oder Behörden: Nextcloud Talk oder alfaview bieten viele Möglichkeiten zum individuellen Konfigurieren. OpenTalk und Pexip sind erprobt im Umgang mit sensiblen Daten.
Open Source, optionale Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (browserabhängig, muss eingeschaltet werden, nicht für Chat) und überall einsetzbar – ob kostenlos im Browser, per App, bei Hosting-Anbietern oder selbst gehostet (siehe Nachtisch). Einfache Nutzung. Kostenlose Meetings mit einem Klick ermöglichen auch fairkom, kMeet (mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und unbegrenzten Meetings) und Hostpoint Meet aus der Schweiz (auch DSGVO-konform). Eine Anleitung findest Du unter anderem im Kuketz-Blog.
Die Open-Source-Software aus Kanada wird in Europa unter anderem von Senfcall (Bildung & Webinare) zur kostenlosen Nutzung angeboten (wer mehr nutzt, wird um Zahlung gebeten): Der Webinar-Wok, ist vor allem im Bildungsbereich im Einsatz, mit Whiteboards, Umfragen und Breakout-Räumen. Gut geeignet für Schulen, Unis oder Trainings.
Gut (und zertifiziert) für Behörden und Unternehmen, die volle Kontrolle über ihre Daten wollen. Hohe Sicherheitsstandards. Unter anderem das Land Schleswig-Holstein setzt bereits auf OpenTalk. Kostenlose Nutzung auf 30 Minuten mit 5 Teilnehmenden beschränkt. Mailbox.org bietet Kund*innen eine etwas abgespeckte OpenTalk-Variante kostenlos an.
Chat, Audio, Video und sogar Brücken zu Teams (wenn es denn sein muss) für den sanften Umstieg. Ideal für alle, die bereits eine Nextcloud für Dateien nutzen (siehe Nextcloud-Wechselrezept). App für Android und iOS vorhanden.
Der Schweizer Schokoladen-Teller (Open Source): Ende-zu-Ende-Verschlüsselung standardmäßig, Server in der Schweiz. Leider kostenlose Version begrenzt auf 60-Minuten-Calls mit maximal 50 Teilnehmenden.
Einfache Videokonferenzen kannst Du auch im Messenger Deines Vertrauens veranstalten, beispielsweise bei Signal (hier findest Du unser Wechselrezept für Messenger).
… für besondere Geschmäcker sind die folgenden Anbieter:
Gourmet-Teller aus Norwegen: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Brücken zu Teams oder Zoom (wenn es denn, wie gesagt, sein muss) für den sanften Übergang.
Der Livestreaming-Dip: Kostenpflichtige Open-Source-Lösung für Online-Veranstaltungen mit Livestreaming, die interaktive Elemente wie Q & A (Fragen und Antworten), Umfragen und Chat bietet. Perfekt für Konferenzen, Workshops oder Community-Events, die nicht nur ein Meeting, sondern ein Erlebnis sein sollen.
Eine Open Source Videokonferenzsoftware aus Deutschland, die derzeit vor allem Schulen, Steuerberater, die Bundespolizei und Behörden einsetzen. Für den flotten Videocall mit Oma lässt sie sich leider (noch) nicht einsetzen.
Aus Deutschland: Live-Übersetzungen, Breakout-Räume (in denen sich kleinere Gruppen treffen können) und Whiteboards (für gemeinsame Skizzen, Pläne und Entwürfe). Allerdings weder kostenlos noch Open Source.
And once you #DIDit – teile unseren Wechselpost und inspiriere andere dazu, ihre digitale Privatsphäre selbst in die Hand zu nehmen!
Du kannst auch Deine eigene Videocall-Cloud betreiben, beispielsweise einen Jitsi-oder Nextcloud-Server. Das geht mit einem Klick bei Anbietern wie Ossrox, JITSI, Hostsharing oder anderen Anbietern.
Anspruchsvoller ist es, den Videokonferenz-Server selbst zu hosten. Unter anderem bei IONOS oder in diesem Blog findest Du eine Anleitungen dazu.
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Microsoft zu LibreOffice & Co.
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Google zu anderen Suchmaschinen
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