Fotos ohne Google, Apple & Co.
Illustration: Florian Biege
Mit mehreren Personen an einem Dokument arbeiten: Google Docs und Microsoft 365 (über OneDrive oder SharePoint) bieten diese Funktion zwar an. Aber die Inhalte landen auf den Servern der Big-Tech-Konzerne und werden mitunter auch von ihnen ausgewertet. Wenn Dir das nicht schmeckt, dann zeigt Dir dieses Rezpet, wie Du zusammen mit anderen ohne Big Tech an Deinen Tabellen und Texten kochen kannst.
Wir zeigen Dir in unseren Wechselrezepten einen einfachen Weg für den Abschied von Big Tech, aber es gibt auch andere. Um es Dir leicht zu machen, haben wir uns aber auf einen Weg, wenige Möglichkeiten konzentriert – ohne damit zu sagen, dass andere Möglichkeiten schlechter wären. Über die Kriterien für „gut“, „weniger gut“ und „schlecht“ lässt sich trefflich streiten: Uns geht es auf DI.DAY um einfache Wege für den Abschied von Big Tech (und nicht um Purismus oder reine Lehre). Bei unseren Entscheidungen berät uns unser Fachbeirat.
Auf folgender Seite findest Du eine Übersicht über die Alternativen:
für neue Tools
beim Einarbeiten
beim Ausprobieren
für die gemeinsame Nutzung
Wähle ein kollaboratives Dokumenten-Tool, das zu Deinen Anforderungen passt.
Für einfache, schnelle Zusammenarbeit: Ende-zu-Ende-verschlüsselt, keine Anmeldung nötig, Bearbeitung in Echtzeit. Cryptpad bietet allerdings keine Offline-Nutzung und nur begrenzte Formatierungsoptionen.
Betrieben von einer Stiftung. Einfach nutzbar für Echtzeit-Kollaboration von Texten.
Wer ohnehin eine Nextcloud nutzt (siehe Wechselrezept Nextcloud), sollte sich das neue Nextcloud Office auf Basis von Euro-Office anschauen! In einer Nextcloud lässt sich außerdem mit Collabora Online zusammenarbeiten - mit guten Apps für Handy und Desktop-Computer.
Aufgrund der Sanktionen gegen Russland gibt es keine Empfehlung für OnlyOffice (siehe Office-Wechselrezept).
CryptPad bzw. Etherpad im Browser öffnen (z. B. cryptpad.fr oder etherpad.org).
Nextcloud: Testinstanz aufsetzen (z. B. Nextcloud auf einem eigenen Server oder bei einem Anbieter wie Ionos, siehe Wechselrezept Nextcloud). Oder das relativ neue Libre Workspace testen, geeignet für Einzelpersonen, Familien und kleine Unternehmen.
Teste mit zwei bis drei Kolleg*innen, wie das jeweilige Tool in eurem Workflow funktioniert. Ladet eine Beispieldatei (z. B. ein Word-Dokument) hoch und bearbeitet sie gemeinsam. Testet auch den Im- bzw. Export von Dateien (z. B. .docx, .odt, .txt).
Welche Textdokumente müssen übertragen („migriert“) werden? Wo liegen sie aktuell? (evtl. Google Drive, OneDrive, lokale Dateien). Für die Übertragung kannst Du auch unser Rezept zur Daten-Clouds nutzen.
Arbeite für 1 bis 2 Wochen parallel mit dem alten und neuen Tool. Nutze das neue Tool für neue Projekte, das alte für laufende Arbeiten.
Echtzeit-Kollaboration an Texten funktioniert nur, wenn alle dasselbe Tool nutzen! Komplexe Formatierungen (z. B. Tabellen, Makros) müssen sonst oft manuell nachbearbeitet werden.
Für den Fall, dass etwas schiefgeht: Backups der alten Dokumente bereithalten.
And once you #DIDit – teile unseren Wechselpost und inspiriere andere dazu, ihre digitale Privatsphäre selbst in die Hand zu nehmen!
Fotos ohne Google, Apple & Co.
E-Bücher ohne Amazon
Videostreaming ohne Youtube, Prime & Netflix
Shopping ohne Amazon
Videocalls ohne Zoom, Teams & Co.
Android-Handy ohne Google
Passwörter in Deiner Hand
Alternativen zu ChatGPT & Co.
Spotify zu fairem Musikstreaming
Kalender und Kontakte befreien
Unabhängige Daten-Clouds
Die eigene Nextcloud
Windows zu Linux Mint
Big-Tech-Karten zu Open Street Map
Microsoft zu LibreOffice & Co.
PayPal zu Wero
Chrome zu Firefox
Gmail zu unabhängiger E-Mail
Amazon zum Buchladen
Google zu anderen Suchmaschinen
WhatsApp zu Signal
X zu Mastodon