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Illustration: Florian Biege
Podcasts hören macht Spaß und hält Dich auf dem Laufenden! Die Technik existiert seit gut 20 Jahren und war ursprünglich einmal mit Apples iPod und dem Programm iTunes verknüpft (mittlerweile in Apple Music aufgegangen). Inzwischen hören die meisten von uns ihre Podcasts über Big-Tech-Plattformen wie Spotify (fast ein Drittel aller Nutzenden laut der neuen ARD/ZDF-Medienstudie), Youtube Music, Amazon, Audible (von Amazon) oder Apple.
Dabei basiert Podcasting auf dem offenen Standard RSS – und Du kannst Podcasts fantastisch auch jenseits von Big-Tech-Plattformen anhören. Dabei umgehst Du auch ein wenig Werbung. Denn personalisierte Anzeigen werden auf vielen Plattformen per Dynamic Ad Insertion (DAI) in die Podcasts „eingestreut“ – bei vielen Alternativen geschieht das seltener oder gar nicht.
Im Rezept „Spotify zu fairem Musikstreaming“ und insbesondere dem Nachtisch hatten wir ja das Thema Podcasts schon zum Probieren angerichtet: In diesem Rezept erfährst Du, wie Du Deine Podcasts mit offene Standards wie RSS-Feeds und einer unabhängigen App nutzen kannst.
Wir zeigen Dir in unseren Wechselrezepten einen einfachen Weg für den Abschied von Big Tech, aber es gibt auch andere. Um es Dir leicht zu machen, haben wir uns aber auf einen Weg, wenige Möglichkeiten konzentriert – ohne damit zu sagen, dass andere Möglichkeiten schlechter wären. Über die Kriterien für „gut“, „weniger gut“ und „schlecht“ lässt sich trefflich streiten: Uns geht es auf DI.DAY um einfache Wege für den Abschied von Big Tech (und nicht um Purismus oder reine Lehre). Bei unseren Entscheidungen berät uns unser Fachbeirat.
Auf folgender Seite findest Du eine Übersicht über die Alternativen:
Entscheide Dich für eine oder mehrere Apps, die zu Deinen Hörgewohnheiten passen. Installiere sie aus F-Droid oder dem Apple Store:
Wir empfehlen die quelloffene App AntennaPod.
Wir empfehlen Podverse (funktioniert auch für Android und Linux).
Podcasts, ganze Sendungen, Hörspiele und Liveradio von ARD, ZDF, ORF oder DLF kannst Du auch auf ARD Sounds, ORF Sound oder in der Dlf App des Deutschlandradios hören (mit den drei Programmen Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur sowie Deutschlandfunk Nova). Du kannst diese Apps auch im Browser Deines Computers verwenden.
Wer vor allem öffentlich-rechtliche Podcast nutzt, sollte sich die Antenna-Pod-Variante „Öffi-Sounds“ anschauen (in F-Droid). Dort finden sich nicht nur Inhalte aus ARD Sounds, sondern auch vom ORF und der BBC.
Sichere die Liste Deiner Lieblings-Podcasts. Nur bei YouTube Music gibt es dafür einen (technisch nicht ganz unkomplizierten) Weg, Deine Abos zu exportieren:
Ein guter Grund, zu wechsel: Diese Podcast-Anbieter machen es Dir schwer bis unmöglich, Deine Podcast-Abonnements zu einem anderen Anbieter zu übertragen: „Locked in“ - Du bist in ihrem System gefangen. Macht aber nichts: Mache einen Screenshot Deiner Podcast-Abos oder schreibe ihre Namen mit Stift und Papier auf eine Liste.
Du kannst Deine Podcast-Abos über Google Takeout als CSV-Datei exportieren. Dafür alle Häkchen abwählen („Auswahl aufheben“) und nur „YouTube and YouTube Music“ wählen. Dann „Alle YouTube-Dateien eingeschlossen“ wählen und „Abos“ auswählen. Dann „nächsten Schritt“ auswählen und Datei per E-Mail erhalten. Diese Datei dann in eine OPML-Datei konvertieren, zum Beispiel hier.
Wenn Dir das zu kompliziert ist, verfahre wie bei Spotify & Co.
Suche die Podcasts von Deiner Liste im Menü-Punkt „Abos“ über das Suchfeld. Wenn Du von YouTube Music kommst, gehe auf „Podcast hinzufügen“ und unten auf „Podcast-Liste importieren (OPML)“.
Im Menüpunkt „Podcasts“ kannst Du über die „Suchen“-Funktion Deine Abos neu anlegen. Wenn Du Deine Lieblingspodcasts einmal als Abonnement-Liste gespeichert hast, läßt sich diese auch systemweit synchronisieren (siehe Nachtisch).
Wenn Du von YouTube Music kommst: Unter Menüpunkt „Mehr“ – OPML-Datei importieren.
Neue Podcasts lassen sich auf mehreren Wegen hinzufügen. AntennaPod hat sogar die Suche in den beiden Verzeichnissen Fyyd und Podcast-Index in die App eingebaut.
Wenn Du eine Nextcloud-Instanz nutzt, kannst Du Deine Podcast-Abos (bzw. OPML-Dateien) auch über alle Geräte mit der App Gpodder synchronisieren.
Die ARD hat die klassischen RSS-Feeds für viele Formate leider eingestellt. Wenn Du die hervorragenden Dokus, Hörspiele und Reportagen trotzdem in Deiner Lieblings-Podcast-App („Podcatcher“) hören willst, helfen Dir diese von der Community entwickelten Tools:
And once you #DIDit – teile unseren Wechselpost und inspiriere andere dazu, ihre digitale Privatsphäre selbst in die Hand zu nehmen!
Unabhängig suchen und finden: Vergiss die zensierten oder algorithmisch gesteuerten Kataloge der großen Konzerne. Der Podcast Index ist eine offene, unabhängige und komplett spendenfinanzierte Suchmaschine. Sie dient Entwicklern weltweit als freie Datenbasis für moderne Podcast-Apps, lässt sich aber auch direkt im Browser wie eine freie Suchmaschine für Podcasts nutzen.
Video- und Audio-Feeds aus dem Fediverse: PeerTube ist die dezentrale Alternative zu YouTube. Was viele nicht wissen: Jeder Kanal dort lässt sich problemlos als Podcast-Feed in Deinen Podcatcher einbinden. Diese Anleitung von Fedi.Tips zeigt Dir Schritt für Schritt, wie Du an den passenden Link gelangst, um Video- und Audio-Inhalte direkt in Apps wie AntennaPod oder Apple Podcasts zu streamen.
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Authenticator ohne Microsoft & Google
App-Stores ohne Google & Apple
Zusammenarbeiten ohne Google & Co.
Fotos ohne Google, Apple & Co.
E-Bücher ohne Amazon
Videostreaming ohne Youtube, Prime & Netflix
Shopping ohne Amazon
Videocalls ohne Zoom, Teams & Co.
Android-Handy ohne Google
Passwörter in Deiner Hand
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